TRE® in Innsbruck
Anspannung und traumatischen Stress sanft und gezielt lösen
Was ist TRE?
TRE steht für Tension & Trauma Releasing Exercises und wurde vom amerikanischen Traumatherapeuten Dr. David Berceli entwickelt. Die Methode basiert auf der Erkenntnis, dass der menschliche Körper über einen angeborenen Selbstregulationsmechanismus verfügt, mit dem er nach belastenden oder bedrohlichen Erfahrungen wieder in einen Zustand von Ruhe und Balance zurückfinden kann. Dieser Mechanismus zeigt sich in Form von neurogenem Zittern (neurogener Tremor) – einem unwillkürlichen, selbstregulierenden Vorgang, den auch Tiere nutzen, um Stress nach Gefahrensituationen abzubauen.
Neurogenes Zittern und Selbstregulation
Das Zittern entsteht, wenn bestimmte Muskelgruppen, die bei hohem Stress aktiviert sind, ermüden und loslassen. Die Bewegungen werden nicht bewusst gesteuert, sondern entstehen spontan als Ausdruck der körperlichen Selbstregulation. TRE macht diesen biologischen Prozess zugänglich und kontrollierbar, sodass er gezielt zur Regulation des autonomen Nervensystems genutzt werden kann.
Neurogenes Zittern - Beispiel Antilope
In diesem Video kann man das neurogene Zittern einer Antilope beobachten. Nach Überleben des Todstellreflexes schüttelt sie die Traumaenergie ab und wird dadurch wieder lebendig.
Herkunft und Entwicklung von TRE
Dr. David Berceli machte seine Beobachtungen während seiner Arbeit als Sozialarbeiter und Traumatherapeut in Kriegs- und Krisengebieten. Er stellte fest, dass Menschen, bei denen nach belastenden Ereignissen ein Zittern einsetzte, häufig weniger anhaltende Traumafolgen zeigten als jene, bei denen diese körperliche Reaktion ausblieb. Auf dieser Grundlage entwickelte er TRE® als Methode, um den natürlich angelegten Regulationsmechanismus gezielt und sicher zu aktivieren.
Welche Muskelgruppen werden angesprochen?
Um das Einsetzen des Tremors zu ermöglichen, werden jene Muskelgruppen aktiviert, die auch bei Kampf-, Flucht- oder Erstarrungsreaktionen eine zentrale Rolle spielen. Dazu zählen insbesondere Füße und Beine, Gesäßmuskulatur, tiefe Becken- und Hüftmuskulatur, sowie die Rumpfstabilisatoren. Besondere Bedeutung kommt dabei dem Iliopsoas-Muskel zu.
Der Iliopsoas – Stress- und Überlebensmuskel
Der Iliopsoas verbindet die Lendenwirbelsäule mit den Oberschenkeln und steht in enger Verbindung mit dem autonomen Nervensystem. Er reagiert reflexhaft auf Angst, Schock und Bedrohung und ist maßgeblich an Fight-, Flight- oder Freeze-Reaktionen beteiligt. Chronische Schutzspannung wird häufig unbewusst in diesem Muskel gespeichert. Lässt der Iliopsoas die Spannung los, kann sich das Nervensystem neu regulieren. Daher beginnen neurogene Zitterbewegungen bei TRE häufig im Becken oder in den Beinen, bevor sie sich auf andere Körperbereiche ausweiten.
Sicherheit, Eigenkontrolle, Prozessarbeit
TRE gilt als sanfte und sichere Methode, die die Eigenkontrolle respektiert, das Vertrauen in den eigenen Körper stärkt und das körperliche wie emotionale Wohlbefinden nachhaltig unterstützen kann.
Erstelle deine eigene Website mit Webador